Claude Code Agenten: Mein Mitarbeiter-Team aus sieben KI-Agenten
Dass heute sieben Claude Code Agenten für mich arbeiten, hat einen ziemlich banalen Grund: Es müssen viele unterschiedliche Blogbeiträge entstehen — für meine Kunden und für mich. Die Schwierigkeit dabei: Jeder Kunde hat ein anderes Thema, einen anderen Stil und seine persönliche Tonalität. Genau dabei hilft mir Claude, mein derzeitiger KI-Mitarbeiter. Ich habe für jeden Kunden, jedes Projekt und jede Webseite einen eigenen Style Guide erstellt, also eine Art Steckbrief, wie der Kunde klingt und was ihm wichtig ist. So weiß Claude, welcher Kunde seine Leser mit du und welcher mit Sie anspricht und um welche Dienstleistung oder welches Themengebiet es geht.
Ein Hinweis vorweg: Veröffentlicht wird nichts, was nicht gelesen und freigegeben wurde!
Da meine KI, die übrigens Claude heißt, jetzt alle Kunden kennt, kann ich Content für sie erstellen lassen. Ein Blogbeitrag über mentale Gesundheit für eine Coaching-Kundin entsteht, und gleich danach — oder sogar parallel — ein Rezept für den Blog eines Thai-Restaurants. Damit konnte ich eine wichtige Lücke schließen: Meine Kunden haben schlicht keine Zeit für Content. Früher hieß das in den meisten Fällen, dass am Ende gar nichts veröffentlicht wurde. Heute fange ich genau das mit KI auf.
Ein Problem gab es trotzdem: Claude kam manchmal durcheinander. Ganz ehrlich — meistens wegen mir. Zum Beispiel, wenn ich vergaß, Claude zu sagen, dass der neue Blogbeitrag für einen anderen Kunden sein soll. Dann konnte es passieren, dass er mir ein Rezept für eine bessere mentale Gesundheit schrieb. Er war ja davon ausgegangen, dass ich immer noch einen Beitrag für den Coaching-Blog brauche — dabei wollte ich ein neues Rezept für den Food-Blog. Das Dumme war: Ich hatte vergessen, es ihm zu sagen — das musste sich schnellstens ändern.
Wir beide wussten, dass wir Hilfe brauchten, denn meine KI, also Claude, war auch schon gestresst. Was wir brauchten, war jemand, der sich nur auf die Texte konzentriert und sonst nichts. Jemand, der uns vorher sicherheitshalber fragt, um welchen Kunden oder um welches Projekt es geht. Mit „uns“ meine ich natürlich Claude und mich. Wir brauchten jemanden, der nur Texte schreibt — und der bekam den passenden Namen Hemingway!
Hemingway, der Texter: der erste KI-Agent
Hemingway konzentriert sich nur auf seine Texte und bekommt alle Anweisungen von Claude. Er war unser erster Mitarbeiter, aber er sollte nicht der letzte bleiben. Nebenbei hatte ich Claude zum „Bürochef“ ernannt. Er sollte aufpassen, dass Hemingway seine Arbeit macht, und ihn kontrollieren.
Als Hemingway den ersten Beitrag lieferte, fiel mir etwas auf: Er hielt sich nicht immer an die Fakten! Seine Beiträge waren gut, aber an der einen oder anderen Stelle erfand er einfach etwas. Keine böse Absicht — Hemingway ist eben ein kreativer Typ. Er prüft nicht gerne nach, ob etwas wirklich so ist. Ihm kommt es darauf an, dass die Geschichte gut ist. In dem Moment war mir klar: Ich brauche einen Faktenchecker.
Professor, der Faktenchecker: der zweite KI-Agent
Als Faktenchecker haben wir den Professor eingestellt. Wenn Hemingway mit dem Text fertig ist, gibt er ihn an den Bürochef Claude. Der gibt ihn dann an den Professor weiter. Der Professor prüft Fakten und Daten und schaut, ob stimmt, was Hemingway behauptet. Findet er Fehler, korrigiert er sie oder markiert die Stelle. Danach geht der Text zurück an den Bürochef.
Was mir dann vorgelegt wurde, war schon um einiges besser. Zufrieden war ich trotzdem noch nicht — also stellte ich noch einen Mitarbeiter ein: den Lektor.
Der Lektor: der dritte KI-Agent mag gute Texte
Der Lektor mag keine Fehler in Rechtschreibung, Zeichensetzung oder Grammatik. Wenn ein Text nach KI-Sprache klingt, ändert er ihn so ab, wie mein Kunde oder ich es formuliert hätten. Er achtet auch darauf, dass der Sprachstil zu den anderen Beiträgen des jeweiligen Kunden passt.
Picasso ist der vierte KI-Agent und liebt aussagefähige Bilder
Bevor ein Blogbeitrag online gehen kann, brauche ich ein Beitragsbild und oft noch ein paar Bilder für den Artikel. Dafür habe ich Picasso eingestellt. Er bekommt den fertigen Text, liest ihn und schreibt daraus einen Prompt, also die Anweisung, wie die Bilder aussehen sollen. Er weiß, welche Bildformate, Auflösungen und Größen ich brauche. Diesen Prompt schickt er an einen KI-Bildgenerator — bei mir ist das meistens Higgsfield oder Magnific. Dort entstehen die Bilder und ich wähle einfach nur noch die passenden aus. Damit sind Text und Bildmaterial fertig und ich kann alles veröffentlichen.
Zur Erinnerung: Bis hierhin habe ich nur das Thema vorgegeben, den Rest haben meine KI-Agenten erledigt! Das spart mir sehr viel Zeit. Und meine Kunden bekommen Content für ihre Webseite und Blogposts, ihre Social-Media-Kanäle oder den Newsletter. Das alles wäre im Tagesgeschäft vermutlich nie entstanden.
Sisyphos ist der fünfte KI-Agent: Sein Job ist es, alles zu veröffentlichen
Aber ehrlich gesagt ist die Veröffentlichung selbst eine ziemlich aufwendige Arbeit. Genau die Art von Job, die mein KI-Agent Sisyphos mag. Er ist so etwas wie ein Nerd. Er weiß, wie ein neuer Blogbeitrag auf die Webseite kommt, worauf er dabei achten muss und welche Fokuswörter und Texte im Hintergrund hinterlegt sein müssen, damit Google und die KI-Maschinen den Beitrag überhaupt finden und auch mögen. Er hinterlegt die Suchbegriffe, schreibt den kurzen Text, der bei Google unter dem Titel steht, erstellt FAQs und verlinkt passende Seiten miteinander. Eben alles, was wichtig und notwendig ist, aber auch zeitaufwendig.
Mein Team schien komplett. Hemingway, Professor, Lektor, Picasso und Sisyphos wissen alle, was zu tun ist und wie ein Blogbeitrag aufgebaut sein sollte. Eine Frage blieb trotzdem: Wie kommt das bei denen an, die den Beitrag am Ende wirklich lesen?
Leseratte: der sechste KI-Agent
Ich brauchte jemanden, der sich das alles aus Sicht der Leser ansieht. Ich nenne sie Leseratte. Ihre Aufgabe ist es, sich den Artikel durchzulesen und mir danach ehrlich zu sagen, was sie davon hält — so, wie es jemand tun würde, der meine Seite zum ersten Mal besucht und mein Angebot noch gar nicht kennt.
Der Nörgler: der siebte und (vorerst) letzte Claude Code Agent ist mein Kritiker
Ich traue meinem Team meistens, aber ich weiß auch, dass die Agenten mir gerne schmeicheln. Bessere Ergebnisse bekomme ich eher durch konstruktive Kritik als durch Schmeichelei. Was ich brauche, ist ein Gegenspieler: ein Kritiker oder Nörgler. Er sagt seine Meinung zu allem, was meine KI-Agenten erstellen und was ich mir selbst ausdenke. Er prüft, ob ein Text Nutzen bringt und ob man das eigentliche Ziel überhaupt erreicht. Er hat keinen Kontakt zu den anderen, sitzt als graue Eminenz im Hintergrund und ist unabhängig.
Die sieben Mitarbeiter haben sehr unterschiedliche Aufgaben. Ich rede meistens nur mit meinem Bürochef Claude und der lässt die Claude Code Agenten dann einen nach dem anderen daran arbeiten.

Was ich selbst entscheiden muss
Wie bereits erwähnt, entscheidet niemand in meinem virtuellen Büro, was letztlich veröffentlicht wird. Hemingway darf schreiben, der Professor darf prüfen, der Lektor darf korrigieren, der Nörgler darf kritisieren — die letzte Freigabe bleibt aber immer bei mir. Sensible Kundendaten bekommen die Agenten gar nicht erst zu sehen.
Über die Positionierung eines Kunden entscheiden die Claude Code Agenten auch nicht. Sie kann gerne Vorschläge machen, aber sie kennt die Menschen nicht, für die ich arbeite.
Was das für dich bedeutet
Vermutlich ist dir egal, wie viele Agenten bei mir im Hintergrund arbeiten. Wichtig ist, was dabei rauskommt: schnellere Umsetzung, weniger liegen gebliebene Aufgaben, mehr Zeit für die Dinge, die wirklich in meinen Kopf gehören — Strategie, Positionierung, das Gespräch mit dir.
Die Beiträge sind so geschrieben, dass man damit neue Kunden gewinnt, die Sichtbarkeit erhöht oder Kaufgründe untermauert. Prozesse werden beschleunigt und sparen Arbeitszeit. Wenn du zum Beispiel eine Frage zu deiner Webseite hast, kann ich sie bereits in unserem Gespräch beantworten. Im Hintergrund läuft beginnen die Claude Code Agenten schon die Recherche und Analyse. Das war vor ein paar Monaten noch anders — da lag zwischen deiner Frage und meiner Antwort manchmal ein ganzer Recherche-Nachmittag.
Mein Fazit zu meinen sieben Claude Code Agenten
Claude Code Agenten haben meine Arbeit revolutioniert. Ich muss meinem Bürochef Claude nur noch sagen, welchen Content ich für welchen Kunden brauche — der Rest läuft (fast) automatisch. Aus einem einzigen Ansprechpartner ist ein ganzes Team von Spezialisten geworden. Mir bleibt mehr Zeit für gute Marketing-Ideen und Kundengespräche.
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Geschrieben von Thomas Muscat – Marketing Concierge Frankfurt
